Termin Details

Veranstaltungsdetails

  • Mittwoch, 19. Juni 2024 |
  • 18.00 bis 20.00 Uhr |
  • Diakoniewissenschaftliches Kolloquium

Diakoniehistorisches Kolloquium mit Prof. em. Dr. theol. habil. J. Thomas Hörnig (Ludwigsburg)

„Euthanasie“ und Sprache. Von „Maßnahmen, die gegen Anstaltspfleglinge ergriffen“ (Wurm) werden, zu „Hier ist ein Mord geschehen.“ (Diem)

Am 27. Juli 1940 fragte der Württembergische Landesbischof Wurm "sämtliche Dekanämter" nach "unheilvoll" zu beurteilenden Maßnahmen gegen "Geisteskranke, Schwachsinnige oder Epileptische". Untersucht werden Diskurse und Sprachregelungen im Zusammenhang mit Krankenmorden und Tötungsaktionen. Der Referent wird seine Anwendung des Dispositivs (Foucault) vom "lebensunwerten Leben" darlegen und zur Diskussion stellen.

Unser Referent ist der emeritierte Professor Dr. theol. habil. J. Thomas Hörnig. Hörnig studierte Sozialpädagogik und Evangelische Theologie in Tübingen und arbeitete anschließend als „Assistent für ökumenische Erziehung“ im Ökumenischen Institut Bossey. 1990 promovierte er an der freien protestantischen Fakultät in Genf mit einer Arbeit über die amerikanische Sonntagsschulbewegung. Seine Habilitation erfolgte 2011 an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal/Bethel mit einer Arbeit zur Frühgeschichte der Inneren Mission.

Hörnig war als Pfarrer tätig und wechselte 2001 nach Tübingen, wo er die Hochschulpfarrstelle I bekleidete. Seit 2009 lehrte er an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg, wo er 2015 zum Professor ernannt wurde. Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten zählen Religionspädagogik, Diakoniewissenschaft und Diversität. 

Dieses diakoniehistorische Kolloquium bietet das IDSG gemeinsam mit dem IDWM als Hybridveranstaltung an.

Zur Anmeldung für die präsentische (Seminarraum des IDWM, Bethelweg 8, 2. Etage rechts) oder digitale Teilnahme (via Zoom) am Vortrag ist eine formlose Anmeldung erforderlich. Bitte melden Sie sich dazu via Email an.

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