Die Untersuchung der Entwicklung von Innerer Mission/Diakonie und den Kirchen im 20. und 21. Jahrhundert eröffnet einen neuen multiperspektivischenreligionswissenschaftlichen Zugang zur Frage des institutionellen Wandels, weil sich an ihr religiöse Praxis, organisationale Anpassung und gesellschaftliche Transformation zugleich untersuchen lassen.
Der Vortrag versucht Antworten auf die Frage, wie sich institutioneller Wandel von Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen und ihrer Diakonie als intermediäre soziale Organisation unter Diktatur- und Transformationsbedingungen so analysieren lassen, dass weder eine defizitorientierte Erzählung noch ein simplifizierendes Bruchmodell entsteht – und welche Rolle Partizipation und Resilienz als analytische Schlüsselbegriffe dabei spielen.
Bettina Westfeld ist freiberufliche Historikerin; ihre Forschungen und Veröffentlichungen beziehen sich auf die politische Strafjustiz in der SBZ/DDR und die Geschichte der Inneren Mission/Diakonie in Sachsen. Das Amt der Präsidentin der 28. Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens übt sie seit Juni 2020 im Ehrenamt aus.
Dieses diakoniehistorische Kolloquium bietet das IDSG gemeinsam mit dem IDWM als Hybridveranstaltung an. Wir treffen uns im IDWM-Seminarraum G_2.17, Haus Groß Bethel, Bethelweg 8, 2. Etage oder per Zoom (Meeting-ID: 677 8433 7101; Passwort: 555773).