Neues aus dem IDWM

Die v. Bodelschwinghschen Anstalten zwischen allgemeinem Versorgungsauftrag und Privatkranken – Alltag 1924-1949

| Diakoniewissenschaftliches Kolloquium

Für alle diakoniegeschichtlich Interessierten gab es am 5. Dezember 2022 die Gelegenheit, Jelena Haskenhoff M.A. (Bielefeld) und Dr. Uwe Kaminsky (Bochum) mit ihrem Vortrag zu erleben. 

Der Vortrag zeigte einige Ergebnisse des Forschungsprojektes über den Alltag im „Großbetrieb der Barmherzigkeit“ auf. Als größte deutsche Privatanstalt, gegründet für die Pflege und Behandlung von Epileptischen, übernahmen die v. Bodelschwinghschen Anstalten zusammen mit anderen meist konfessionellen Privatanstalten auch einen allgemeinen Versorgungsauftrag, der in den Weimarer Jahren auch eine Ausweitung des eigenen Betriebes mit sich brachte. Daneben stellten die versorgten Privatkranken auch eine wesentliche Basis für das finanzielle Überleben der Einrichtung wie deren überregionales Renommee dar. Der Entwicklungsweg der v. Bodelschwinghschen Anstalten soll durch die Zeit der Weimarer Republik, die Jahre des Nationalsozialismus und die direkte Nachkriegszeit verfolgt und charakteristische Herausforderungen wie die nationalsozialistische Zwangssterilisation und „Euthanasie“ wie der Zweite Weltkrieg benannt und die Reaktionen Bethels beschrieben werden.

Dieses Diakoniewissenschaftliche Kolloquium bot das IDWM zusammen mit dem Institut für Diakonie- und Sozialgeschichte (IDSG) als Hybridveranstaltung an.

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